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Welche Farben soll züchten?

Wichtigste Frage ist hier, welches Ziel ich habe.
Will ich mich nur am Anblick der Vögel erfreuen und mich über eventuelle Zuchterfolge freuen? In diesem Fall kommt es nur darauf an, daß ich den Vögeln die benötigte Ernährung und die artgerechten Lebensbedingungen bieten kann.
Oder möchte ich gezielt Vögel züchten, die ich auf einer Bewertungsschau mit Erfolg ausstellen kann?
Wenn ich Ausstellungsvögel züchten möchte, muß ich mir zuerst über die Schwierigkeiten und Anforderungen der einzelnen Farbschläge klar werden:

weißgrundige Kanarien: dominant und rezessiv - Bei der Zusammenstellung muß man sich die Gefiederstruktur genau ansehen, da man Intensiv- und Schimmelvögel meist nur an der Gefiederlänge erkennt. Man verpaart Vögel mit kurzem, straffem Gefieder (intensiv) mit Partnern, deren Gefieder lockerer ist (schimmel).
Dominantweiße (mit Farbanflug am Bürzel und in den Flügeln) werden immer mit einem gelben, bzw. roten Partner verpaart, um das Auftreten des sogenannten Lätalfaktors zu vermeiden. Ich muß also gleichzeitig gelbe, bzw. rote Kanarien halten.
Rezessivweiße (ohne jeden Farbanflug) kann man untereinander verpaaren. Es ist jedoch empfehlenswert mit spalterbigengelben, bzw. roten Partnern zu züchten. Rezessivweiße können nicht im selben Maße wie andere Farbkanarien das lebenswichtige Vitamin D selbst bilden. Sie brauchen daher eine besonders abwechslungsreiche, vitaminreiche Ernährung, Vitamin D muß eventuell dazugefüttert werden.
Besondere Schwierigkeit beim Ausstellen beider weißen Farbschläge ist die Sauberkeit des Gefieders, da jede Unreinheit sofort auffällt. Sie müssen daher sehr sauber gehalten weden und meist muß man sie einige Tage vor der Ausstellung auch noch mit einem Vogelschampoo waschen. Auch die Beine sind gegebenenfalls noch einzufetten, da sie oft zu Kalkbeinen neigen.

Aufgehellte gelbe Kanarien: Achtung bei der Auswahl der Zuchtvögel, gelb ist nicht gleich gelb - gelb gibt es in vielen Abstufungen. Gleichmäßige Durchfärbung ist wichtig. Auch das Großgefieder soll durchgefärbt sein. Ein Schimmelvogel soll im Idealfall einen gleichmäßigen Schimmel von der Schnabelwurzel bis zum Bürzel haben. Die Ausfärbung wird wesentlich durch die Ernährung (z.B. Grünfutter) beeinflußt. Viele Züchter geben zur Farbintensivierung den Gelbfarbstoff Lutein. Direkte Sonneneinstrahlung ist nicht gut für die Ausfärbung.
Jeder Melaninfleck, auch an Hornteilen, ist ein grober Fehler.

Aufgehellte rote Kanarien: Alle bisher für die gelben genannten Anforderungen gelten ebenso für die roten Kanarien. Hier kommt jedoch das Problem der Rotfütterung hinzu. Der Vogel muß in seinen Erbanlagen die ursprünglich vom Kapuzenzeisig erlangte Erbanlage zur roten Gefiederfarbe besitzen, dazu muß er aber die Möglichkeit haben, die roten Farbpigmente aufzunehmen.
Der in den Federn abgelagerte Rotfarbstoff muß in der Wachstumsphase der Federn mit der Nahrung aufgenommen werden.
Es werden verschiedene Mittel zur Rotfütterung angeboten, leider werden die Inhaltsstoffe zumeist nicht genau deklariert. Im Wesentlichen sind es Gemische, in denen Traubenzucker, Vitamine, Betakarotin, Cantaxantin und ähnliche Wirkstoffe enthalten sind. Dieses Rotfutter kann über das Eifutter oder im Trinkwasser gelöst gegeben werden. In jedem Falle ist es aber wichtig, daß der Vogel es während der gesamten Wachstumsphase der Feder möglichst gleichmäßig aufnimmt. Die Dosierung ist jeweils vom Hersteller angegeben, eine Überdosierung kann zu einer Leberschädigung führen.
Rübsen enthält den Gelbfarbstoff Lutein. Rotkanarien sollen also ein Körnerfutter ohne Rübsen bekommen.

Kanarien mit roten Augen gibt es als Albino (weiß), Lutino (gelb) und Rubino (rot). Die Anforderungen an ihr Aussehen entsprechen denen an die aufgehellten Kanarien. Zusätzlich soll ihr Auge keine dunklen Farbpigmente aufweisen.
Häufig führt das zu einer besonderen Lichtempfindlichkeit und Orientierungsschwierigkeiten. Rotaugenweibchen füttern häufig schlecht, da sie die sperrenden Jungen nicht so gut wahrnehmen. Durch den Einsatz von Aquarien-Leuchtstoffröhren (Gro-Lux) in unmittelbarer Nähe des Nestes erscheint der Rachen der sperrenden Jungvögel intensiv rot und löst dadurch den Futtertrieb stärker aus. Eine andere Überlegung ist, bei der Zucht „normale“ Weibchen und Rotaugenhähne einzusetzen,da diese weniger an der Fütterung der kleinen Jungen beteiligt sind.

Kanarien mit schwarzen Melaninen (Schwarzvögel): Zur bereits beschriebenen Grundfärbung (weiß, gelb oder rot) kommt hier noch die geforderte schwarze Zeichnung des Gefieders und die möglichst dunkle Ausfärbung des Hornteile.Die Aufnahme von Algenmehl, Knöterichprodukten und der Aufenthalt im Freien fördern die gute Ausprägung der schwarzen Melanine.

Kanarien mit anthraziten Melaninen (Achatvögel): Hier kann Algenmehl und Knöterich eine zu dunkle Ausfärbung der Hornteile bewirken. Der Aufenthalt in direkter Sonne kann zu einer Ausbleichung des anthraziten Melanins führen.

Kanarien mit braunen Melaninen (Braunvögel): Es gibt unterschiedliche Angaben über das geforderte Aussehen.

Kanarien mit beigen Melaninen (Isabellvögel): siehe Achatvögel

Mosaikkanarien: Ein besonders schwieriger Farbschlag, da die geforderte Ausfärbung nur auf die angegebenen Bereiche des Kleingefieders beschränkt sein soll. Das bedeutet, daß eine Farbfütterung erst nach der Ausbildung des Großgefieders, nach ca. sechs bis acht Wochen, einsetzen darf. Eventuell nachwachsende durchgefärbte Federn im Großgefieder wären ein Fehler. Bei der Fütterung ist zu bedenken, daß viele Hühner mit Betakarotin gefüttert werden, um die Dotterfarbe kräftig gelb werden zu lassen. Rübsen enthält den Gelbfarbstoff Lutein. Also keinen Rübsen füttern und auch nur spezielle Keimfuttermischungen mit hohem Negersaatanteil verwenden.
Es ist sehr schwierig und auch nicht ganz billig erstklassige Zuchttiere zu bekommen.
Viele Züchter verpaaren zu oft Tiere mit längeren Gefieder, da sie größer und kräftiger aussehen. Das führt auf Dauer zu einem schlechten Gefieder und zu Lumps. Das sind Federbalgzysten, die vor allem bei überjährigen Mosaikkanarien häufig auftreten. Als Ursache hierfür wird jedoch auch eine zu starke Inzucht gesehen.
Beim Kauf von Mosaikkanarien sollte man also auf jeden Fall den Vogel an der Ober- und Unterseite der Flügel auf solche knotenartigen Zysten untersuchen.

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